Cityreport in der Frontpage, Dezember 1996
So Kinders es ist geschafft, die tolltolltollfeierngeschenkejaichverzeihdirauchundhabdichjasolieb Tage sind geschafft. Na da ham’ wir ja mal wieder Glück gehabt, auch wenn wir am 2.1 wieder mit jemanden auf-wacht den man eigentlich gar nicht kennt. Da sind sie dann wieder diese quälenden Fragen, Deja vu, immer noch dicht, ein Engel und wird einem einfach nur bewußt, daß sich trotz dem ganzen Getue eigent-lich doch nichts geändert hat, außer daß man in den letzten 14 Tage sich mal wieder sinnlos um den Ver-stand gefeiert hat, was in gewisserweise auch nicht ganz unbesinnlich ist, wo doch die Besinnung wieder groß geschrieben wird in dieser Besinnungslosen Zeit des Rausches.
Doch genug Sinnloses; In den vergangenen zeit, hat Selbige natürlich auch bei uns ihre Spuren hinter-lassen. Gerade die Nacht vom 31.12 auf den 1.1 machte mir wieder klar wie viel Spaß es doch macht ein Wochenjunkie zu sein. Mein Sylvester mit Pascal und Maurice war da ein Hammer der noch am 2. Seine Wirkung zeigte. Der Spaß begann gegen 22.00 Uhr mit Jeremy Gurl, der dieses schizophrene Grinsen im Gesicht hatte, Insider werden sich an den Sommer 95 erinnern, dieses Grinsen mein ich. Passen zum Be-sinnen stand sein Set auch im Zeichen der Besinnung und man besann sich auf alte Housezeiten, wo noch keine Soldaten durch die Videos rannten und Kinder in öffentlichen Verkehrsmitteln sich die Nasen platt drückten und wo das Kind schon andeutet, was man mit diesem Sound anfangen soll – schlafen. Doch zurück nach 96, 31.12. Es ging hoch her gegen 0.00, wo draußen der üblich Feuerkrampf gezündet wurde lang man sich unter Silberregen in den Armen und zuzellte an seiner Sektflasche und man sah die Glück-seligkeit in aller Augen, das auch 1.1.97 die Welt noch nicht untergehen sollte. Prost.
Gegen 1.00 kam dann Leben auf die Bühne, Pascal, im schwarzen Anzug mit rotem Hemd und Maurice zündeten das eigentlich Feuerwerk dieses Abends. Und Zweifler, welche fragen äußerten ob Resistance D nicht längst alles verlernt hatten wurden eines besseren belehrt. Maurice floß der Schweiß in Strömen und man die Stimmung war mächtig. Mit einem Mix aus alte und neuen Liedgut verbrachte man fast 1 ½ Stunden mit den Beiden, welch ein groove.
Pascal F.e.o.s. wechselte dann den Arbeitsplatz und ließ die Teller kreisen. Man ließ es dann in der die Hütte ordentlich knallen und es wurde ein lange und anstrengender Ritt auf der Tanzsole. Problematisch wurde es nur immer wieder, wenn man sich bei Gunnar mit Lachgas versorgen wollte und wieder die 13 Stufen nach oben erklimmen mußte, wobei die Luftveränderung doch gut tat.
Probleme gab es eigentlich nur mit dem sogenannten Backstage, der stundenlang von jedem bevölkert wurde der Lust hatte, doch der weiße „Tunnel“ durch den man den B. erreichte nahm daran eigentlich keinen Schaden. Vielleicht eher bei den Passanten, denn dieser eklige Spinnwebenstoff klebt wirklich wie Patex an der Haut. Aus Karottes Gastspiel wurde dann zwar nichts, dafür darf man sich auf den 14.2 freuen, wenn die Partymöhre seinen Geburtstag bei uns feiert.
Die Nacht ging dann mit Waren D und Stefan Born und Eclipse in den Morgen über, der Sound hämmerte und es schien kein ende zu geben,. Denn um 15.00 saß ich immer noch an der Theke, nur kalt wurde mir langsam, doch diese Lichttüten taugen zur Not auch als Sonnenersatz.
Doch auch im Dezember waren interessante Events im Cafe, allen voran Sven Väth und Pauli am 12.12, wobei alles gehalten wurde, was versprochen wurde, die Hütte war natürlich brechend voll, Pauli fing richtig groovie an und übergab dann gegen 1.00 an Sven der nachdem die Monitorbox umgebaut wurde, mit seinem treibenden Sound mal wieder begeisterte.
Gegen 5.00 machte dann Pauli weiter und Sven beschränkte sich aufs feiern. Pauli legte sich noch mal so richtig ins Zeug und den richtigen pumpin` beat, mit den gewissen groove getroffen. Für mich persönlich der Bessere an diesem Abend. Später übernahm dann noch Warren und beschloß den feierlichen Abend.
Der nächste gelungen Abend war dann die Frontpage Party, trotz einiger Koordinationsschwierigkeiten ein geiler Heiligabend, grüße hier an dieser Stelle an Armin und Hawks, Tom Clark und die anderen.
Mein Gestammel muß ich hier jetzt leider abbrechen, natürlich werde ich auch weiter für euch das ge-schehen im Bielefelder Cafe Europa beleuchten und euch mit banalen Verbalschrott die Hucke vollsülzen.
In der nächsten Ausgabe wird dann wieder von euren Lieblingen The Stickmen, Karotte und Mate Galic und Sabine Christ die Rede sein. Bis demnächst
Quelle: Frontpage

